Der Bauantrag und seine Kosten

Wenn das Bauvorhaben wirtschaftlich und technisch so weit vorbereitet ist, dass mit dem Bau begonnen werden kann, wird der Bauherr oder sein Architekt an das Bauamt ein sogenanntes Baugesuch richten, das bezeichnete Bauvorhaben zu genehmigen. Dem Bauantrag sind die Bauvorlagen beizufügen, gegebenenfalls ist, je nach Lage, ein sogenannter Dispensantrag (Ausnahmegenehmigung) zu stellen.

Das zuständige Bauamt prüft den Antrag und erteilt, wenn alle Voraussetzungen vorliegen, die Baugenehmigung. Diese ist nach der Erteilung ein Jahr gültig; sie kann aber auch verlängert werden. In der Regel enthält die Baugenehmigung Bedingungen, Auflagen und Hinweise. Wird dem Bauherrn die Genehmigung versagt, kann er gegen diese Entscheidung Rechtsbehelfe einlegen.

Ohne gültige Baugenehmigung darf nicht gebaut werden. 

Nach den Bauordnungen der jeweiligen Bundesländer ist für bestimmte Bauvorhaben keine Baugenehmigung erforderlich; es genügt in diesen Fällen eine sogenannte Bauanzeige. Die Durchführung des Bauvorhaben unterliegt der Bauaufsicht, die regelmäßig Kontrollen durchführt. Das Bauwerk unterliegt der Rohbauabnahme und der Schlußabnahme, über die die Bauaufsichtsbehörde den sogenannten Rohbauabnahmeschein und den Schlußabnahmeschein ausstellt, nachdem die Schornsteinabnahme durch den Bezirksschonsteinfegermeister erfolgt ist. Rohbauabnahmeschein und Schlußabnahmeschein werden in der Regel zum Abruf des Darlehens benötigt.

 

Bauvorbereitungskosten

Die Kosten der Bauvorbereitung gehen in die Baukosten ein. Diese Kosten müssen gesammelt werden und später als “Kosten des Bauens” übernommen werden. Wird ein Bauvorhaben nicht oder nicht in diesem Umfang durchgeführt, können die Kosten nur zum Teil als Baukosten verrechnet werden, der andere Teil ist als Verlust abzubuchen.

 

  28. Januar 2020
  von: hpschons
  Kategorie: Hausbau

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